Warumich noch male:
 Ein malerisches Pamphlet

Die Hoffnung, dass ich mir eines Tages die Hände beim Gestalten nicht mehr schmutzig werde machen müssen hat sich zerschlagen. Die neuen Technologien in der Druck und Medienindustrie haben zwar großen Lärm gemacht, kommen aber flach und lau daher was Farbtiefe, Brillanz und Ausstrahlung angeht. Nichts, aber auch überhaupt nichts kommt auch nur im Entferntesten heran an die gute alte Öl-Lasurmalerei. (Und in der Grafik die Radierung!)

Auch bin ich das Suchen nach immer neuen Spektakeln, Ismen und Motiven leid, ich male nunmehr nur noch Inseln. Es geht mir im Grunde genommen nicht einmal mehr um Inseln sondern nur noch um das schichtweise Auftragen von Farbkörpern auf einen geeigneten Träger zum Zwecke der eigenen Erbauung. Kein Mensch wird es wohl je schaffen die Farbwirkung eines Schmetterlingsflügels künstlich zu erzeugen, das liegt vor allem in der physikalischen Struktur der dort erzeugten Farben. Aber wenn es eine Technik gibt die dem ganz nahe kommt, dann ist es die Ölmalerei und die Eitempera. Wohlgemerkt, wir sprechen hier vom Original und nicht von einer Fotografie oder eines Druckes von einem Ölbild oder der Darstellung auf ihrem TFT Bildschirm! Deswegen stelle ich sie in großer Zahl selbst her.

Wenn ich mein Tun doch noch ein wenig intellektuell beleuchten muß, dann weite ich den Begriff Landschaft, eine der tragenden Säulen der Kunst seit den Zeiten der Höhle auf den ganzen Kontinent aus. Ich verstehe alles Terrestrische als Insel wo ein paar Flöhe herumhüpfen, wir und wenige übrig gebliebene traurige Elefanten. Das ganze schwimmt in der Ursuppe und treibt als heiße Kartoffel mit uns durchs All. Dazu trinken wir Coca Cola. Mehr ist da nicht, auch wenn uns vermeintlich schlaue Leute mit anderen Ideologien belästigen. Ich freue mich an meiner Existenz, bin froh wenn ich was leckeres zu Essen habe und erbaue mich an Farben, Frauen, Kindern und Blumen. Das beugt Depressionen vor. Ich passe immer schön auf, damit mir nichts passiert, denn das Leben auf dieser Kartoffel ist voller tödlicher Gefahren. Ich muss noch viele schöne Bilder herstellen, denn das kann ja auch nicht jeder. -Wer kann, der muss! Also stehe ich in der Verantwortung -und in einer dreißigtausend Jahre alten Berufstradition, die hier in Schwaben ihren Ursprung hat. Homo ludens, der schöpferische Mensch hat die Höhle verlassen, die Romantik ist stärker und reifer denn je!

Ich verwende für meine Inseln eine speziell auf meine Arbeitsweise abgestimmte Kombination aus Tempera und Ölfarbentechnik, wie sie hierzulande auf eine lange Tradition zurückgeht. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in Stuttgart so bedeutende Maltechniker wie Doerner und Wehlte lange wirkten und somit für meine künstlerische Arbeit ein gutes Fundment legten. Denn es gilt in der Kunst nicht allein zu neuen Ufern aufzubrechen, sondern auch gewachsene handwerkliche Techniken zu bewahren, auszuüben und weiter zu geben. Überzeugen sie sich selbst, kommen sie vorbei, denn meine Bilder müssen sie im Original sehen!

 

 




Die Malgründe bestehen aus nachspannbaren Kiefer Keilrahmen mit grundierten Gewebe. gespannt und getackert mit nichtrostenden Klammern, die Seiten sind bemalt, eine zusätzliche Rahmung entfällt.




 

Nicht nur Whiskey, auch Malmittel und Ideen müssen oft Jahrzehnte reifen.


Nur was meinen strengen Qualitätskontrollen standgehalten hat kommt auf den Markt und trägt auf der Rückseite mein Gütesiegel.